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Sonntag, 24. Januar 2010

Regieren wie ein Gutsherr

Wieder einmal berichtete der Hessische Rundfunk (HR), diesmal heute um 18.00 Uhr in seiner Sendung "Defacto", über die Dienstwagenaffäre und andere rechtliche Ungereimtheiten des Homberger Gutsherren Bürgermeisters.

Da befragte das Team des HR als erstes nun ausgerechnet den Homberger Ordungsamtsleiter, was er von seinem Bürgermeister hält. Der mochte sich, verdutzt schauend, kopfschüttelnd und verlegen lächelnd, dazu nicht äußern. Ok, das hätte ich in dieser Situation auch nicht getan, wer haut schon seinen Chef in die Pfanne, zumal der Ordnungsamtsleiter, gleichen Namens wie das Stadtoberhaupt, aber nicht verwandt und verschwägert, sich schon auf der Zielgeraden zur Pension befindet.

Auch sonst zeigten sich die Homberger Bürger mehr oder weniger zugeknöpft. Ein anderer Bürger äußerte, "na ja, er ist jung, was kann man denn groß verlangen von so einem Menschen?" Boah! Ich denke mal, das ist schon ein verdeckter Tiefschlag gegen die Intelligenz des Bürgermeisters. Ich hätte mich da gewählter ausgedrückt, der Bürgermeister zeigt doch für seine Arbeit Verständnis, bemüht sich den Anforderungen gerecht zu werden und weiß sich gut zu verkaufen. Wer möchte solch liebliche Floskeln nicht gerne in seinem Arbeitszeugnis stehen haben?

Den Regierungsstil des Bürgermeisters als, na ja, sagen wir mal umstritten zu bezeichnen, wie der HR das in seiner Sendung ausdrückte, ist da schon treffender. Ein anderer Bürger, den das HR-Team befragte, findet es gar nicht in Ordnung, daß der Bürgermeister ein bisschen nach Gutsherrenart regiert. Er meint, man würde in einer Demokratie leben und nicht mehr im Mittelalter oder in einer Diktatur. Recht hat er, der mutige Bürger. In Homberg Recht zu bekommen ist wahrlich nicht einfach, Kritik wird nicht gerne gesehen. Da muss sich ein Homberger Bürger auch schon mal aus dem pizzabackenden familären Umfeld des Bürgermeisters anhören, "warum er eigentlich nach Homberg gekommen sei und nicht wegziehen würde, auf solche Leute kann man in Homberg verzichten."

Homberg ist, trotz Kreisstadt, ein finsteres Dorf, da kennt fast jeder jeden. Man kann schon gut verstehen, warum sich die Homberger Bürger mit ihren Äusserungen so bedeckt halten und trotzdem mehr aussagen als gewollt, denn keine Antwort ist auch eine Antwort. Deshalb hatten auch die getreuen Vasallen des Bürgermeisters aus der CDU-Parteifraktion keinen Schneid vor die Kamera zu treten, ebensowenig wie der Bürgermeister selbst, der Termine vorschob um nicht vor die Kamera treten zu müssen. Ich denke mal, den Stadtrat K. hatte man vorsorglich weggesperrt, nach den geistreichen Worten seinerzeit auf der Ausschusssitzung im Rathaussaal.

Sonntag, 10. Januar 2010

Der Biobauer rudert zurück

Es war einmal ein Biobauer aus dem Homberger Stadtteil Mühlhausen der plante, einen Mitgliederladen auf dem Homberger Marktplatz zu eröffnen, weil eben dieser Marktplatz, wie die übrige Stadt an der Märchenstrasse, in tiefem Dörnröschenschlaf, eher muss man schon sagen, Rotkäppchenkoma liegt.

Den Biobauern gibt es noch und auch Homberg ist (noch) nicht aus dem Rotkäppchenkoma erwacht. Nun meinte der Biobauer, daß der Homberger Marktplatz zwar sehr schön gestaltet sei, da kann man geteilter Meinung sein, jedoch nicht dazu beigetragen hat, für die Innenstadtkaufleute zu einem zentralen Handelsplatz zu werden. Wie der Biobauer argumentierte, hätte das auch mit der Ausweisung der Fußgängerzone im Marktbereich zu tun. Ich bin da anderer Meinung, zumal sich die Situation seit einem Jahr geändert hat und der Marktplatz über die Marktgasse mit dem Auto zu erreichen ist.

Der Biobauer aus Mühlhausen wollte also antreten um durch die Einrichtung eines Mitgliederladens den Marktplatz attraktiver zu gestalten.

Nun wird zurückgerudert, bis Mühlhausen zum Hofladen des Biobauern.

Es scheint also erstmal nichts daraus zu werden, den Homberger Marktplatz mit dem Projekt Mitgliederladen attraktiver zu gestalten. Mit nur 92 verbindlichen Zusagen, sich in Sachen Einkauf von Biowaren vom Mühlhäuser Biobauern abhängig machen zu wollen, ist die Sache wohl für den Biobauer nicht attraktiv genug. Als Argument meint der Biobauer in einem Bericht des Kasseler Frühstücksblättchens (HNA) vom 8. Januar, " kaum jemand wolle Körbe voller Lebensmittel oder einen Sack Kartoffeln zur Wallstraße oder zum Reithausplatz tragen".

Wieso denn das? Der Marktplatz ist doch wieder befahrbar, so wie das von den Innenstadtkaufleuten gefordert wurde. Abgesehen davon: Hat der Biobauer schon mal daran gedacht, den Kunden vielleicht den Service zu bieten, die Ware zum Auto zu bringen? Das müsste ihm doch seine Kundschaft wert sein.

Ich denke mal eher, die Homberger sind doch nicht ganz so dumm, ihre freie Kaufentscheidung für Bio-Lebensmittel aufzugeben.

Dafür will nun der Biobauer so quasi durch die Hintertür doch noch sein Projekt Mitgliederladen durchdrücken. Ab Februar will er seinen Hofladen in Mühlhausen zum Mitgliederladen umfunktionieren. Das zeigt erstmal, wie sehr es dem Biobauer darum geht, den Homberger Marktplatz attraktiv zu gestalten. Ich denke mal, es geht eher um Profit. Um Profit ohne nennenswertes unternehmerisches Risiko, das sollen nämlich die Mitglieder des Projekts tragen.

Man muß sich auch die Frage stellen, ob der Biobauer für sein abgespecktes Mitgliederladen-Projekt in Mühlhausen auch von der Homberger Stadtverwaltung finanziell protegiert wird, wie das für den Standort Marktplatz angedacht war. Wundern würde mich das nicht.

Ob der Einkauf im Mitgliederladen des Biobauern in Mühlhausen nun ein Schnäppchen wird, das wage ich mal zu bezweifeln. Laut den AGB's des Biobauern beläuft sich der Monatsbeitrag für eine Mitgliedschaft auf 19 Euro für jede erwachsene Person eines Haushalts - in der Regel also zwei Personen. Das macht dann 38 Euro pro Monat dafür, um im Mitgliederladen des Biobauern in Mühlhausen einkaufen zu dürfen. Dafür bekommt man dann Produkte aus biologischem Anbau zum Mitgliedspreis. Um vom Mitgliedspreis profitieren zu können, muß man dann schon für ca. 60,00 Euro und mehr pro Monat beim Biobauer einkaufen. Angeblich werden ökologische Kriterien, wie geringe Transportwege, Mehrwegeverpackung, Pfandsysteme und eine umweltverträgliche Erzeugung der Ware berücksicht, was immer das auch heißen mag. Wenn ich da an die Sache mit den Bio-Eiern denke, kommen mir berechtigte Zweifel.

Biologische Produkte bekomme ich beim Discounter wie LIDL und ALDI ebenso wie im Supermarkt. Ob die Produkte nach ökologischen Kriterien hergestellt wurden, kann ich beim Discounter und Supermarkt ebensowenig nachprüfen wie beim Biobauer.

Wer Lebensmittel und Bioerzeugnisse aus der Region einkaufen will, die nicht "industriell" erzeugt wurden, um die hiesigen Erzeuger zu unterstützen, der muss nun nicht unbedingt gleich zum zahlenden Mitglied eines Bioladens werden, "sich zum Laden bekennen", wie der Biobauer es feinsinnig umschreibt. Sie kaufen ja auch nicht eine Kuh, wenn Sie mal ein Glas Milch trinken wollen. Zum Beispiel bietet REWE seit einiger Zeit Lebensmittel und Bioerzeugnisse aus der Region an, zu handelsüblichen Preisen und ohne Mitgliedschaft bei REWE selbstverständlich.

Dienstag, 5. Januar 2010

Aufruf zur Verschwendung

Ab 1. Januar beträgt der Preis für einen Kubikmeter Abwasser 4,48 Euro. Grund für die Erhöhungen seien die gewaltigen finanziellen Belastungen, die die Stadt durch die Kanalerneuerungen tragen muss, heißt es in der Parlamentssitzung von 2009, in der die Homberger Parteifraktionen in seltener Einmütigkeit und fast enthaltungslos beschlossen haben, die Homberger Bürger weiter abzuzocken und die Gebühr für das Abwasser in mehreren Schritten anzuheben. Mit der Summe von 4,48 Euro liegt Homberg im Vergleich weit vorne: In Melsungen kostet der Kubikmeter Abwasser 2,15 Euro, in Fritzlar 2,90 Euro.

Als Mieter ist man nun in Homberg ganz blöde dran und man kann nur jedem raten, der sich mit dem Gedanken trägt, in Homberg ein Haus oder eine Wohnung zu mieten, einen großen Bogen um diese ungastliche Kreisstadt an der Efze zu machen. Erschließungsbeiträge, die eine Gemeinde z.B. für den Straßenbau erhebt, dürfen nicht auf die Mieter umgelegt werden. Erschließungkosten gelten als Teil der Investititionskosten für das Gebäudegrundstück.

In Homberg bezahlen die Mieter nun aber die Erschliessungskosten über die verbrauchsabhängigen Abwassergebühren mit. Finanzieren also über diesen Weg die Erschliessungskosten, die der Vermieter nicht auf die Mieter umlegen darf. Damit finanzieren sie dem Vermieter unzulässigerweise die Investitionskosten für sein Gebäudegrundstück.

Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Wenn’s um’s raffen geht, dann sind sich alle Parteifraktionen einig, nur wenn man sich profilieren will, dann hackt man schon mal ein wenig nach den anderen, aber ernstlich weh tun will man sich natürlich nicht.

Es ist sicherliche kein Zufall, wenn gerade kurz nach Inkrafttreten der neuen Abwassergebühr in der Printausgabe der HNA - Nordhessens Frühstücksblättchen vom 4.1.10 dazu aufgerufen wird, die Verbraucher sollten nicht immer Wasser sparen.

Wie die Kasseler Gazette meldet, hat das Gruppenwasserwerk Fritzlar-Homberg in 2009 weniger Wasser abgegeben, als noch ein Jahr zuvor. Der Trend geht eindeutig zum geringeren Wasserverbrauch, stellt der Betriebsleiter des Gruppenwasserwerks fest.

Nun geht der Appell an die Bürger, mit dem Wasser nicht zu geizig umzugehen, denn das Wasser, nach Gebrauch auch Abwasser genannt, wird dringend gebraucht um die Kanalisation zu reinigen. Es bestehe keine Notwendigkeit, Wasser zu sparen, denn Wasser fließe in der Region aus schier unerschöpflichen Quellen, verlautet aus dem Gruppenwasserwerk.

Das neue Jahr geht aber verdammt schnell rum, man könnte meinen heute sei bereits der erste April! Soll man nicht mit den Ressourcen der Natur sparsam und pfleglich umgehen? Man verschweigt in dem Beitrag die drastische Erhöhung der Abwassergebühr für die Homberger Bürger geflissentlich, schliesslich soll ja der Bürger auf seine Kosten die Rohrleitungen des Gruppenwasserwerks durchspülen - für 6,34 Euro pro Kubikmeter Wasser und Abwasser.

Geht' s denn noch?

Es wird sich auch in 2010 in Homberg nichts ändern, die Bürger werden genauso für dumm verkauft, wie in 2009 und vorher.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Pizzabäcker auf der Palme

Die Luft wird dünn in Homberg auf der Pizzameile. Gerade hat eine neue Pizzeria in der Kasseler Strasse ihre Pforten geöffnet.

Ich vermute mal, dass dies der Grund ist, warum ich einen Werbeflyer des alteingesessenen Pizzabäckers vom Marktplatz im Briefkasten fand.

Was aber treibt den alteingesessenen Pizzabäcker vom Marktplatz so auf die Palme, nur weil ich mal höflich nachfrage, warum er die Zusatzstoffe seiner Erzeugnisse auf dem Werbeflyer nicht deklariert? Und das ist ja noch nicht alles. Der alteingesessene Pizzabäcker vom Marktplatz ist fest davon überzeugt, er müsse die Zusatzstoffe seiner teigigen Erzeugnisse nicht auf dem Werbeflyer deklarieren, reichen würde es wenn in der Speisekarte, die in den Räumlichkeiten der Pizzabackstube ausliegt, die Zusatzstoffe deklariert sind, da es sich bei dem Werbeflyer um einen Auszug aus der Speisekarte handelt.

Nun kann ich mir eigentlich kaum vorstellen, dass bei einem Auszug aus der Speisekarte, Zusatzstoffe, wie Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Konservierungsmittel, etc. nicht angegeben werden müssen.

Was ist, wenn der Kunde gegen einen Zusatzstoff aus dem Pizzangebot allergisch ist, welches er aus dem Flyerangebot bestellt hat?

Aber das ist ja noch nicht alles.

Auch im Internet-Angebot des alteingesessenen Pizzabäckers vom Marktplatz fehlen Angaben zu dem Zusatzstoffen gänzlich, im gesamten Internet-Angebot und auf der herunterladbaren Bestellliste. Es wird mir nun keiner weismachen wollen, dass in den Backerzeugnissen des alteingesessenen Pizzabäckers vom Marktplatz gar keine Zusatzstoffe enthalten sind, zumal im Internetangebot von "gewürzten" Pizzen die Rede ist.

Für die Internetseiten, mittels derer eine Bestellung aufgegeben werden kann, bedeutet dies zunächst, dass das hier eingestellte Verzeichnis der angebotenen Speisen eine "Angebotsliste" im Sinne von § 9 Abs. 6 Nr. 4 ZZulV ist, auf der Zusatzstoffe kenntlich gemacht werden müssen.

Nur ein Zufall ist es hingegen, wenn man den alteingesessenen Pizzabäcker vom Marktplatz zu früher Morgenstunde bei LIDL dabei beobachten kann, wie die Zutaten fürs Pizzabacken eingekauft werden. Zumindest LIDL wird die Zusatzstoffe vorschriftsmäßig deklariert haben.

Interessant ist auch die Preisgestaltung des alteingesessenen Pizzabäckers vom Marktplatz. Die Produktpreise sind im Internet wesentlich billiger deklariert, als auf dem Werbeflyer vom Dezember 2009.

Ebenso irreführend sind auch die Aussagen auf der Internetsite des alteingesessenen Pizzabäckers, die auf einen kostenlosen Lieferservice im Stadtgebiet von Homberg hinweisen:

Lieferservice OHNE AUFPREIS im Stadtgebiet von Homberg ab 10,– €

Das kenne ich anders, weil mir eine Pizzabestellung von diesem alteingesessenen Pizzabäcker vom Marktplatz eben nicht ohne Aufpreis geliefert wurde.

Ich werde die Konsequenzen ziehen und vom Angebot des alteingesessenen Pizzabäckers vom Homberger Marktplatz keinen Gebrauch mehr machen, zumal mir der alteingesessenen Pizzabäcker vom Marktplatz zum Ende eines Telefongesprächs nicht gerade Nettigkeiten ins Ohr flüsterte und kein gutes Weihnachtsfest wünschte.

Aus gegebenem Anlass weise ich noch auf folgendes hin. Mir steht das Recht zu meine Meinung frei zu äussern und dieses Recht nehme ich mir, egal ob man mir droht oder versucht mich einzuschüchtern. In diesem Zusammenhang verweise ich auf diesen Link.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Neues aus der Servicewüste

Der Kunde ließ sich im April vom Klempner in der Untergasse eine neue Badarmatur von Grohe für sein Bad montieren, Eine Grohterm 1000. Nach kurzer Zeit, so im Mai dieses Jahres, bemerkte der Kunde, dass die Armatur einen ungewöhnlichen Effekt an den Tag legte. In unregelmäßigen Abständen, wenn der Kunde unter dem wohlig warmen Brausestrahl stand und an nichts Böses dachte, mischte die Brausearmatur mal kurz einen Schluck kaltes Wasser unter den ansonsten warmen Regen. Sowas ist nicht lustig, vor allem dann nicht, wenn man nicht darauf vorbereitet ist.

Der Kunde reklamierte also beim Klempner in der Untergasse und es wurde auch Hilfe zugesagt. Es war schon schwierig, denn sehen konnte man den Fehler nicht, nur spüren und das auch nicht immer, wenn der Klempner vor der Armatur stand trat der Fehler natürlich nicht auf.

Nun ist so eine Thermostatarmatur kein Hexenwerk. Der Klempner aus der Untergasse versprach, den Grohekundendienst zu informieren, es wurde nach der Telefonnummer des Kunden rückgefragt. Zeit verging, mehrere Monate vergingen, es tat sich nichts. Immer dann, wenn dem Kunde der Klempner aus der Untergasse oder sein Mitarbeiter über den Weg fuhr, sprach er ihn auf die Reklamation an. Der Kunde wurde vertröstet, der Mitarbeiter wollte es seinem Chef sagen, der Chef sagte es dem Grohekundendienst, der würde sich melden.

Vor vier Wochen oder länger sprach der Kunde den Klempnermeister wieder an. Der warf eine Benachrichtigung in den Briefkasten des Kunden mit folgendem Wortlaut:
Grohe KD weiß Bescheid. Thermostat wird wahrscheinlich getauscht. Ich melde mich vorher.
Nun rief der Kunde am 27.10 im Geschäft des Klempners aus der Untergasse an und hatte das sonderbare "Vergnügen" mit der Frau des Klempners aus der Untergasse, mit der Chefin sozusagen zu sprechen. Von der bekam er zu hören, dass der Grohekundendienst benachrichtigt sei und sich melden werde. Irgendwie kam das dem Kunden bekannt vor, und er bat darum doch mal die Namen zu nennen, an wen man sich denn beim Grohekundendienst gewandt habe. Dazu war die Chefin allerdings nicht bereit, noch nicht einmal die Telefonnummer der Fa. Grohe wollte sie herausrücken. Das war allerdings das kleinere Übel, denn wofür gibt es das Internet.

Der Kunde rief postwendend bei der Firma Grohe an, wurde zu einer netten Dame aus der Kundendienstabteilung verbunden und trug den hier geschilderten Sachverhalt vor. Die nette Dame aus der Kundendienstabteilung teile dem Kunden dann mit, dass überhaupt kein Kundendienstauftrag von dem Klempner aus der Untergasse vorläge, jedenfalls nicht bei der Firma Grohe. Der Kunde war froh, dass er bereits saß, denn ansonsten hätte er Probleme bekommen. Die nette Dame vom Grohekundendienst bot noch an, mit dem Kundendienstleiter zu sprechen.

Nun ging alles ganz schnell, der Kundendienstleiter faxte ein Formular für einen Kundendienstauftrag, mit der Bitte an den Kunden den ausgefüllt zurückzufaxen. Der Rückruf des Grohe-Kundendiesttechnikers kam heute morgen. Der Termin für den Kundendienstbesuch ist in zwei Wochen, man entschuldigte sich dafür, daß es momentan nicht schneller ginge. So soll Service sein und ich konnte mir nicht vorstellen, warum das bei Grohe nicht anderes sein solle.

Nur, warum ist das beim Klempner aus der Untergasse anders, warum hat der das nicht auf die Reihe bekommen und fast sechs Monate gebraucht um zu keinem Ergebnis zu kommen? Das wollte der Kunde wissen und rief nochmal beim Klempner in der Untergasse an. Die Chefin war wieder dran. Die erklärte, teilweise mit einer Lautstärke bei der man zur Verständigung gar kein Telefon mehr gebraucht hätte, die Firma Grohe hätte nichts von einer Kundendienstanforderung wissen können, denn der Fachhandel habe bei Grohe andere Ansprechpartner als Privatkunden. Das konnte der Kunde widerlegen, denn von der Firma Grohe wurde ihm gesagt, dass beim Kundendienst alle Aufträge zusammenkommen. Daraufhin redete die Chefin aus der Untergasse davon, man habe sich an den "Grohe-Fachhandel" gewandt und dort den Kundendienst angefordert.

Also wohl doch nicht an den Grohe-Kundendienst direkt. Das muss der Kunde nun aber nicht verstehen.

Man muss dazu sagen, dass der Klempner aus der Untergasse eigentlich ein ganz umgänglicher Mensch ist, der sein Handwerk versteht, doch warum ist er nicht den Weg gegangen, den der Kunde jetzt gegangen ist? Warum hat der Kunde den Eindruck gewinnen müssen, er wird verkaspert? Sollte der Kunde noch mal mit der Chefin aus der Untergasse telefonieren müssen, was alle guten Geister verhindern mögen, so wird er sich vorher sicherheitshalber Oropax ins Ohr stecken.

Update

Zum vereinbarten Termin erschien der freundliche Grohe-Kundendienstmonteur, wechselte die Kartusche der Armatur, stellte diese neu ein und der Kunde kann nun ein ganz neues Brausegefühl geniessen. Die Firma Grohe berechnete selbstverständlich keine Kosten.

Freitag, 9. Oktober 2009

Homberg testet....

...die neue Webpräsentation

Unter dieser Webadresse testen die Homberger Homepagemacher nun schon geraume Zeit ihre in einem dezenten rapsgelb gehaltene Webpräsentation.

Eigentlich kann man sie im jetzigen Zustand nur als Verschlimmbesserung bezeichnen.

Wussten Sie, dass es auf dem Homberger Schlossberg neuerdings Gas gibt? Jaha, steht hier:

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Homberg scheint inzwischen auch ganz nahe an die Autobahn A7 gerückt sein:

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500 m zur Anschlußstelle A7? Mir ist immer so als wären es 5 Kilometer.

Mit den Entfernungen scheint es der Webmaster nicht so zu haben. Ich weiß ja nun nicht, welche Strecke er von Homberg nach Kassel-Calden fährt, um auf 45 Kilometer zu kommen, womöglich war er noch nie in Calden gewesen. Nach 45 Kilometern ist er gerade mal irgendwo in Kassels Innenstadt, jedoch nicht in Kassel-Calden am Flughafen. Bis dahin sind es laut Falk-Routenplaner satte 64 Kilometer.

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Auch sonst wird auf der Website ziemlich hochgestapelt, aber das ist man ja unter der Egide des Homberger Bürgermeisters gewöhnt - mehr scheinen als sein eben.

Hier würde ich allerdings nachbessern und die drei Homberger Partnerstädte Bridgewater, Stolin und Fresnes unbedingt um eine vierte Stadt ergänzen - Serfaus - mit städteeigenem Rückholservice durch erfahrene Bedienstete der Stadt Homberg, die diesen Service jedenfalls Mitgliedern der kommunalen Tigerentenkoalition zur Verfügung stellt.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Homberger Webpräsentation

Bilder hochladen In der heutigen Zeit stellt eine repräsentative Website zum großen Teil die Visitenkarte einer Stadt dar. Ob man davon in Homberg schon mal etwas gehört hat, das entzieht sich meiner Kenntnis. Doch von einer attraktiven und einladenden Webpräsentation ist die Website der Kreisstadt des Schwalm-Eder-Kreises weit entfernt, wie man hier unschwer erkennen kann.

Vielleicht sollte man mal einen Blick in's Arbeitszimmer des Webmasters werfen.

Homberg dreht die Zeit zurück

Am Samstag, den 10. Oktober wird in Homberg die Zeit zurückgedreht. Leider allerdings nur in der Stadthalle und nur für ein paar Stunden.

Unter dem Motto "Eine Reise durch die 50er und 60er Jahre" präsentiert der Homberger Kulturring e.V. eine Mischung aus Moderation, Show und Musik aus jener Zeit. Angeschlossen ist eine kleine Ausstellung mit Möbeln, Oldtimern und Gebrauchsgegenständen aus dieser Zeit. Interessant ist sicherlich die umfangreiche Bilderausstellung.

Wer gerne in lukullischen Erinnerungen schwelgen möchte, der kommt mit Speisen und Getränken im Stil der 50er und 60er Jahre nicht zu kurz.

Beginn der Show ist um 19.30 Uhr, Einlaß bereits ab 17.30 Uhr.

Zur Einstimmung auf den tollen Event empfehle ich schon mal die entsprechende Musik bei Memoryradio. (Klick oben rechts auf WinAmp oder MediaPlayer.)

Übrigens, Heinz Erhard ist für den Event des Homberger Kulturring e.V. nochmal auferstanden und hat sein Kommen zugesagt, steht jedenfalls im Veranstaltungskalender der Homberger Webpräsentation:

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Was es alles gibt?

Da darf man echt gespannt sein und dann sind die 12,00 Euro Eintritt an der Abendkasse auch gut angelegt.

Das Wandern ist ....

...des Müllers Lust, doch nun scheint auch der Homberger Bürgermeister daran Gefallen gefunden zu haben, muss man dabei doch kein Fahrtenbuch über die zurückgelegten Strecken führen, denn damit schient der Stadtchef mächtige Probleme zu haben.

In der Zeit vom 13.Oktober bis 21.OKtober veranstaltet der Homberger Bürgermeister wieder die traditionelle Herbstwanderung einen "Herbst"-Begang durch die Homberger Kernstadt. Der Stadtchef freut sich schon auf die Begegnung mit den Bürgern.

Los gehts am Dienstag den 13. Oktober. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr vor dem Denkmal des Landgrafen Philipp auf dem Marktplatz. Von da geht es dann zur Bergstraße, Bischofstraße, Enge Gasse, Entengasse, Hochzeitsgasse, Holzhäuser Straße, Kirchgasse, Kirchplatz, Kreuzgasse, Kurze Gasse, Marktgasse, Marktplatz, Mauergasse, Pfarrstraße, Rathausgasse, Salzgasse, Untergasse, Webergasse, Westheimer Straße.

Am Mittwoch, den 14. Oktober startet der Bürgermeister seinen Rundgang um 10.00 Uhr am Fußgängerüberweg beim Burghotel, bzw. um 11.30 am Kindergarten Katterbach. Vorbei am Holzhäuser Tor, Am Mühlenberg, Am Neuen Tor, Am Pulverturm, An der Mauer, Freiheiter Straße, Hinter der Mauer, Hospitalstraße, Konrad-Muth-Straße, Lange Straße, Lichteweg, Martinweg, Merianstraße, Schwenkenweg, St. Nikolausplatz, Wallstraße, Wilh.-Dillich-Straße.

Am Montag, den 19. Oktober wartet der Bürgernmeister um 14.00 Uhr am Alten Amtsgericht. Von dort werden dann folgende Straßen "bewandert:"
Hans-Staden-Allee, Obertorstraße, Rabengasse, Melsunger Straße, Mörshäuser Straße, Auf der Scheibe, Mosheimer Straße, Erlebrunnenweg, Hausbrunnenweg, Parkstraße, Haingasse.

Dienstag, den 20. Oktober, Treffen um 10.00 Uhr an der Friedhofskapelle. Von da aus geht es dann zu den Straßen Am Schloßberg, Am Hang, Adolf-Kolping-Weg, Mardorfer Weg, Sudetenweg, Kasseler Straße, Auf der Sandkaute, Feldrain, Brandenburger Straße, Basthauptweg, Mühlhäuser Straße, Memelweg, Neißeweg, Oderweg, Ostpreußenweg, Pommernweg.

Am Mittwoch, den 21. Oktober, dem letzten Tag der ausgedehnten Kernstadttour trifft man sich um 10.00 Uhr auf dem Parkplatz der Firma Opel-Ulrich. Etappenziel ist um 11.30 Uhr das Ev. Gemeindehaus am Bindeweg. Danach folgen Engelhard-Breul-Straße, Gartenweg, Grüner Weg, Heckenrosenweg, Im Kornfeld, Am Steinbruch, Kortrockweg und Ludwig-Mohr-Straße.

Dann mal frohes Wandern und ein kräftiges Serf-aus.

Dienstag, 22. September 2009

Heiteres Bio-Preiseraten auf dem Marktplatz

Am letzten Samstag war Preiseraten am Stand beim Biobauer auf dem Marktplatz. Ausser an einer grünen Kiste mit ein paar einsamen Kasseler Strünckchen war am gesamten Warenangebot keine Preisauszeichnung noch irgend eine Beschriftung vorhanden. Nada - Nichts.

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Somit war auch nicht ersichtlich, ob dort überhaupt Bioware, z. B. von Bioland, aus welchem Herkunftsland und welche Handelsklassen angeboten wurden. Die Informationen für den Verbraucher, ob die Produkte bio oder konventionell sind, fehlten völlig. Die Verbraucher müssen jedes Produktetikett genau lesen können, um zu wissen, was sie kaufen. Grundsätzlich hätte in den grünen Kisten auch konventionelle Ware vom Discounter sein können.

Vielleicht sollte sich der Biobauer mal die Preisabgabenverordnung ansehen, die eindeutig besagt:

§ 1 Grundvorschriften

(1)Wer Letztverbrauchern gewerbs- oder geschäftsmäßig oder regelmäßig in sonstiger Weise Waren oder Leistungen anbietet oder als Anbieter von Waren oder Leistungen gegenüber Letztverbrauchern unter Angabe von Preisen wirbt, hat die Preise anzugeben, die einschließlich der Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile zu zahlen sind (Endpreise). Soweit es der allgemeinen Verkehrsauffassung entspricht, sind auch die Verkaufs- oder Leistungseinheit und die Gütebezeichnung anzugeben, auf die sich die Preise beziehen. Auf die Bereitschaft, über den angegebenen Preis zu verhandeln, kann hingewiesen werden, soweit es der allgemeinen Verkehrsauffassung entspricht und Rechtsvorschriften nicht entgegenstehen.

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§ 2 Grundpreis

(1) Wer Letztverbrauchern gewerbs- oder geschäftsmäßig oder regelmäßig in sonstiger Weise Waren in Fertigpackungen, offenen Packungen oder als Verkaufseinheiten ohne Umhüllung nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche anbietet, hat neben dem Endpreis auch den Preis je Mengeneinheit einschließlich der Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile unabhängig von einer Rabattgewährung (Grundpreis) in unmittelbarer Nähe des Endpreises gemäß Absatz 3 Satz 1, 2, 4 oder 5 anzugeben. Dies gilt auch für denjenigen, der als Anbieter dieser Waren gegenüber Letztverbrauchern unter Angabe von Preisen wirbt. Auf die Angabe des Grundpreises kann verzichtet werden, wenn dieser mit dem Endpreis identisch ist.

(2) Wer Letztverbrauchern gewerbs- oder geschäftsmäßig oder regelmäßig in sonstiger Weise unverpackte Waren, die in deren Anwesenheit oder auf deren Veranlassung abgemessen werden (lose Ware), nach, Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche anbietet oder als Anbieter dieser Waren gegenüber Letztverbrauchern unter Angabe von Preisen wirbt, hat lediglich den Grundpreis gemäß Absatz 3 anzugeben.

(3) Die Mengeneinheit für den Grundpreis ist jeweils 1 Kilogramm, 1 Liter, 1 Kubikmeter, 1 Meter oder 1 Quadratmeter der Ware. Bei Waren, deren Nenngewicht oder Nennvolumen üblicherweise 250 Gramm oder Milliliter nicht übersteigt, dürfen als Mengeneinheit für den Grundpreis 100 Gramm oder Milliliter verwendet werden. Bei nach Gewicht oder nach Volumen angebotener loser Ware ist als Mengeneinheit für den Grundpreis entsprechend der allgemeinen Verkehrsauffassung entweder 1 Kilogramm oder 100 Gramm oder 1 Liter oder 100 Milliliter zu verwenden. Bei Waren, die üblicherweise in Mengen von 100 Liter und mehr, 50 Kilogramm und mehr oder 100 Meter und mehr abgegeben werden, ist für den Grundpreis die Mengeneinheit zu verwenden, die der allgemeinen Verkehrsauffassung entspricht. Bei Waren, bei denen das Abtropfgewicht anzugeben ist, ist der Grundpreis auf das angegebene Abtropfgewicht zu beziehen.

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Kann man glauben oder lassen.

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§ 4 Handel

(1) Waren, die in Schaufenstern, Schaukästen innerhalb oder außerhalb des Verkaufsraumes aufs Verkaufsständen oder in sonstiger Weise sichtbar ausgestellt werden, und Waren, die vom Verbraucher unmittelbar entnommen werden können, sind durch Preisschilder oder Beschriftung der Ware auszuzeichnen.

(2) Waren, die nicht unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 im Verkaufsraum zum Verkauf bereitgehalten werden, sind entweder nach Absatz 1 auszuzeichnen oder dadurch, dass die Behältnisse oder Regale, in denen sich die Waren befinden, beschriftet werden oder dass Preisverzeichnisse angebracht oder zur Einsichtnahme aufgelegt werden.

Ich denke mal, eine ansprechende Warenpräsentation inklusive Beschriftung und saubere Behältnisse am Marktstand würden sich nicht nachteilig auf den Umsatz auswirken, aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung. Mein Lieblingsbiobauer ist dieser Anbieter nicht und wird er auch nicht werden.
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