Mittwoch, 15. Juli 2009

Hexerei mit Ei

Am Samstag wieder mal den Biobauer aus Mühlhausen an seinem grün-weiß gestreiften Stand auf dem Homberger Marktplatz besucht. Benjamin war nicht mehr da, heute bediente eine "Benjamine" die Kunden. Heute gab es keine abgepackten Eier, heute befanden sich die Eier - alle schön Öko-kontrollgestempelt - auf einer Palette und wurden nach Bedarf in einen Eierkarton von BIOLAND umgepackt. Damit lässt sich auch nachvollziehen, wo das Ei herkommt, aus einem zertifizierten BIOLAND-Betrieb.

Bilder hochladenMit dem Mindesthaltbarkeitsdatum der Eier tat sich der Biobauer noch schwer. Das stand nämlich nicht auf dem BIOLAND-Eierkarton. Darauf angesprochen musste das die Benjamine erst bei der Biobäuerin erfragen, um es dann auf den Eierkarton zu schreiben. Handsigniert sozusagen, das hat man nicht alle Tage. Wie gut, dass es Handys gibt, sonst hätte man vermutlich würfeln müssen.

Ganz besonders interessant fand ich, wie schnell der Biobauer aus einem einfachen Bio-Ei ein BIOLAND-Ei macht. Glauben Sie nicht? Sehen Sie selbst:

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Eben noch ein einfaches Bio-Ei für 0,35 Euro/Stück....

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...und zehn Minuten später aufgenommen war's ein BIOLAND-Ei, auch noch für 0,35 Euro, nehme ich mal an, Zentimeter werden ja nicht gemeint sein. Wenn man dem Öko-Stempel auf dem Ei trauen darf ist es tatsächlich ein BIOLAND-Ei.

Für was dann das Herumgeeiere mit der Auszeichnung? Auch die Währung sollte man schon hinter den Preis schreiben, wahrscheinlich sind hier Euro gemeint, nicht dass die Kunden noch denken, man könnte mit DM oder in Lire bezahlen. Oder darf sich das der Kunde aussuchen?

Ich denke mal, da muss der Biobauer noch einiges lernen, bis er sich an das Mitgliederladen-Projekt herantrauen sollte, wenn es bei so einfachen Dingen schon klemmt.

Samstag, 20. Juni 2009

Einschnitte für die Bürger Hombergs

Bilder hochladenAm 15.06.09 wurde auf der Stadtverordneten-versammlung beschlossen, die Abwassergebühren pro Kubikmeter ab 1. Januar 2010 auf 4,48 Euro festzusetzen. Ein Kubikmeter Wasser kostet 1,93 Euro. Da wird Duschen und Baden zum teuren Vergnügen. Bereits ab 1. Juli d. Jahres erhöht sich der Preis für einen Kubikmeter Abwasser auf 4,18 Euro, zur Eingewöhnung sozusagen.

Vielleicht sollte man zum Duschen und Baden demnächst nach Melsungen fahren, denn da kostet der Kubikmeter Wasser 1,26 Euro und das Abwasser pro Kubikmeter 2,15 Euro. Auch Fritzlar zockt seine Bürger nicht ab. Dort kostet der Kubikmeter Wasser 1,93 Euro, wie in Homberg, für den Kubikmeter Abwasser müssen die Fritzlarer allerdings nur 2,90 Euro bezahlen. Gudensberg kann es etwas günstiger als Fritzlar: Wasser pro Kubikmeter 1,61 Euro, Abwasser 2,95 Euro.

Bei einem Jahresdurchschnittsverbrauch von ca. 50 Kubikmeter Wasser für einen Zweipersonenhaushalt zockt die Stadt Homberg demnächst mit 320,50 Euro/Jahr ab.

In Melsungen dagegen herrschen paradiesische Zustände, da fallen 170,50 Euro/Jahr für Wasser und Abwasser an.

Gudensberg verlangt 228,00 Euro für das o. a. Beispiel.

In Fritzlar fallen pro Jahr 241,50 Euro an.

In Homberg haben sich die Stadtverordneten entschieden, die Erschliessungskosten der Abwasserversorgung auf die Abwassergebühren umzulegen.

Als Mieter ist man dann in Homberg ganz blöde dran. Erschließungsbeiträge, die eine Gemeinde z.B. für den Straßenbau erhebt, dürfen nicht auf die Mieter umgelegt werden. Erschließungkosten gelten als Teil der Investititionskosten für das Gebäudegrundstück.

In Homberg bezahlen die Mieter nun aber die Erschliessungskosten über die verbrauchsabhängigen Abwassergebühren mit. Finanzieren also über diesen Weg die Erschliessungskosten, die der Vermieter nicht auf die Mieter umlegen darf. Damit finanzieren sie dem Vermieter unzulässigerweise die Investitionskosten für sein Gebäudegrundstück.

Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

(Bildquelle: knipseline - pixelio.de)

Mittwoch, 10. Juni 2009

Bald in Homberg - Qualität frisch vom Bauernhof bei REWE?

Gibt es Produkte vom Bauernhof bald auch im Homberger REWE-Lebensmittelmarkt? Auf der Website der Hessischen Direktvermarkter findet man mehr über das Konzept. Über 300 Landwirte in 11 Regionalgruppen haben sich im "Landmarkt" zusammengeschlossen und können ihre regionalen Produkte demnächst in den REWE-Filialen anbieten. Die Produkte der Mitglieder müssen traditionell hergestellt und nicht genmanipuliert sein. Eine Qualitätskontrolle ist obligat, ökologischer Anbau ist nicht zwingend vorgeschrieben.

Allein 16 Betriebe aus dem Schwalm-Eder-Kreis haben sich der Erzeugervereinigung angeschlossen.

Ich denke mal, da hat sich das Thema "Mitgliederladen auf dem Marktplatz" erledigt. Um bei REWE einzukaufen, braucht man nicht Mitglied zu werden, es gibt immer freie Parkplätze und man kann bis 22.00 Uhr einkaufen.

Dienstag, 17. März 2009

Infektionen durch Biogemüse?

Naturdünger aus Tierfäkalien (den auch viele konventionelle Landwirte einsetzen) kann Krankheitskeime enthalten. Nach den Regeln des Biolandbaus muss der Mist zwar lange kompostiert werden, damit die Hitze Keime abtötet, aber in der Praxis gelangt doch immer wieder infektiöser Dung aufs Gemüse. In den USA wurde nachgewiesen, dass daran einige Menschen starben und Hunderte mit schweren Magen-Darm-Beschwerden ins Krankenhaus mussten. "Zurück zu mittelalterlichen Produktionsweisen kann eben auch bedeuten, dass mittelalterliche Gefahren wieder auftauchen", sagt Beda M.Stadler, Professor für Immunologie an der Universität Bern.
Weiterlesen bei cicero.de...

Bio verspricht heile Welt

Bio verspricht "heile Welt" und ist gleichzeitig ein Milliardengeschäft geworden. Doch der Mythos hält nicht, was er verspricht. Genau betrachtet sind Biolebensmittel weder gesünder noch besser für die Umwelt.

“Biogemüse hat denselben Nährstoffgehalt wie konventionell angebautes Gemüse, ist also nicht per se gesünder”, sagt Georg Schweisfurth, Gründer der deutschen Bio-Supermarktkette “Basic”. Auch Urs Niggli vom Schweizer Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) bestätigt, dass es bis heute keine wissenschaftlichen Beweise gibt, dass Bioprodukte gesünder seien, so wie es die Verbraucher beim Kauf erwarten. “Biomilch ist nicht gesünder”, sagte er der Basler Zeitung.
Weiterlesen bei cicero.de...

Bio - gesund, aber nicht besser

Tatsächlich ist noch kaum untersucht, ob und wie sich Bio-Produkte im Vergleich zu konventionellen Produkten auf die Gesundheit auswirken. Nach Ansicht zahlreicher Ernährungswissenschaftler ist für die Gesundheit vor allem eine ausgewogene Ernährung wichtig. Wer sehr fett- und kalorienreich isst, lebt also nicht gesünder, bloß weil er dabei zu Bio-Fleisch und Öko-Chips greift. Umgekehrt schützen viel Obst und Gemüse vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und zwar selbst dann, wenn sie aus konventionellem Anbau stammen.
Alles lesen bei stern.de...

Eine dänische Studie kommt zu dem ernüchterndem Ergebnis, dass keine Spur mehr Mineralstoffe im Biogemüse sind, als im konventionellen.
Viele Verbraucher glauben aber, dass die Bioware auch besonders reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen sei. Sie kaufen das teurere Obst und Gemüse vor allem deshalb, weil sie sich davon einen gesundheitlichen Zusatznutzen erhoffen. Einzelne Studien haben der Biokost tatsächlich bestätigt, dass sie mehr Nährstoffe enthält als konventionell produzierte Lebensmittel. Eine dänische Studie kam allerdings zu einem ernüchternden Ergebnis: keine Spur mehr Mineralstoffe im Biogemüse als im normalen.
Weiterlesen bei focus.de...

Montag, 16. März 2009

Bio - die Mischung machts

Bio-Nahrungsmittel sind nicht grundsätzlich gesünder. Untersuchungen zeigen, dass es zumindest mit den heutigen Messmethoden oft gar keine stofflichen Unterschiede gibt, also kein höherer Nährwert nachgewiesen werden kann. Aber Bio-Obst und -Gemüse haben oft einen niedrigeren Wassergehalt, weil die Produkte nicht so auf Größe gezüchtet und aufgebläht sind. Da findet man dann relativ mehr Nährstoffe in der kleinen Biotomate als in der großen herkömmlichen. Vor allem muss man die Produktionsbedingungen sehen: Bio ist oft umwelt- bzw. tiergerechter. (Quelle hr-online)
Die richtige Mischung macht's. Jeder, der vorhat, sich für teures Geld an einen Öko-Mitgliederladen zu binden, sollte sich erstmal dieses Video ansehen und dann eine Mitgliedschaft bei diesem Projekt sehr kritisch überdenken.

Bio beim Discounter kaufen

Man muss nicht zum Biobauern fahren, um Bio-Produkte zu kaufen, schon gar nicht muss man sich an einen Bio-Mitgliedsladen binden.
Noch vor einigen Jahren mussten die Verbraucher lernen, dass man für gesunde Lebensmittel in Bio-Qualität Neuland in Form eines Bio-Ladens betreten muss oder am Wochenende zum Bio-Bauern fährt. Mittlerweile geht das einfacher, denn Bio-Produkte gibt es auch in den Einkaufsstätten, in denen man sämtliche Artikel für den täglichen Bedarf einkaufen kann.

Lesen Sie, bei welchen Discountern Sie welche Produkte und in welcher Bio-Qualität bekommen...
z. B. LIDL...
Lidl – einst Feindbild Nr.1 von Greenpeace wegen höchster Pestizidbelastungen beim Gemüse – setzt inzwischen neben der EG-Öko-Verordnung zusätzlich auf ein strenges eigenes Qualitätsmanagement vom Erzeuger bis zur Filiale. Außerdem engagiert sich Lidl mit Transfair-Produkten für den gerechten Handel mit den Kleinbauern der Dritten Welt.
Weiterlesen bei oekolandbau.de
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