Regieren wie ein Gutsherr
Wieder einmal berichtete der Hessische Rundfunk (HR), diesmal heute um 18.00 Uhr in seiner Sendung "Defacto", über die Dienstwagenaffäre und andere rechtliche Ungereimtheiten des Homberger Gutsherren Bürgermeisters.
Da befragte das Team des HR als erstes nun ausgerechnet den Homberger Ordungsamtsleiter, was er von seinem Bürgermeister hält. Der mochte sich, verdutzt schauend, kopfschüttelnd und verlegen lächelnd, dazu nicht äußern. Ok, das hätte ich in dieser Situation auch nicht getan, wer haut schon seinen Chef in die Pfanne, zumal der Ordnungsamtsleiter, gleichen Namens wie das Stadtoberhaupt, aber nicht verwandt und verschwägert, sich schon auf der Zielgeraden zur Pension befindet.
Auch sonst zeigten sich die Homberger Bürger mehr oder weniger zugeknöpft. Ein anderer Bürger äußerte, "na ja, er ist jung, was kann man denn groß verlangen von so einem Menschen?" Boah! Ich denke mal, das ist schon ein verdeckter Tiefschlag gegen die Intelligenz des Bürgermeisters. Ich hätte mich da gewählter ausgedrückt, der Bürgermeister zeigt doch für seine Arbeit Verständnis, bemüht sich den Anforderungen gerecht zu werden und weiß sich gut zu verkaufen. Wer möchte solch liebliche Floskeln nicht gerne in seinem Arbeitszeugnis stehen haben?
Den Regierungsstil des Bürgermeisters als, na ja, sagen wir mal umstritten zu bezeichnen, wie der HR das in seiner Sendung ausdrückte, ist da schon treffender. Ein anderer Bürger, den das HR-Team befragte, findet es gar nicht in Ordnung, daß der Bürgermeister ein bisschen nach Gutsherrenart regiert. Er meint, man würde in einer Demokratie leben und nicht mehr im Mittelalter oder in einer Diktatur. Recht hat er, der mutige Bürger. In Homberg Recht zu bekommen ist wahrlich nicht einfach, Kritik wird nicht gerne gesehen. Da muss sich ein Homberger Bürger auch schon mal aus dem pizzabackenden familären Umfeld des Bürgermeisters anhören, "warum er eigentlich nach Homberg gekommen sei und nicht wegziehen würde, auf solche Leute kann man in Homberg verzichten."
Homberg ist, trotz Kreisstadt, ein finsteres Dorf, da kennt fast jeder jeden. Man kann schon gut verstehen, warum sich die Homberger Bürger mit ihren Äusserungen so bedeckt halten und trotzdem mehr aussagen als gewollt, denn keine Antwort ist auch eine Antwort. Deshalb hatten auch die getreuen Vasallen des Bürgermeisters aus der CDU-Parteifraktion keinen Schneid vor die Kamera zu treten, ebensowenig wie der Bürgermeister selbst, der Termine vorschob um nicht vor die Kamera treten zu müssen. Ich denke mal, den Stadtrat K. hatte man vorsorglich weggesperrt, nach den geistreichen Worten seinerzeit auf der Ausschusssitzung im Rathaussaal.
Da befragte das Team des HR als erstes nun ausgerechnet den Homberger Ordungsamtsleiter, was er von seinem Bürgermeister hält. Der mochte sich, verdutzt schauend, kopfschüttelnd und verlegen lächelnd, dazu nicht äußern. Ok, das hätte ich in dieser Situation auch nicht getan, wer haut schon seinen Chef in die Pfanne, zumal der Ordnungsamtsleiter, gleichen Namens wie das Stadtoberhaupt, aber nicht verwandt und verschwägert, sich schon auf der Zielgeraden zur Pension befindet.
Auch sonst zeigten sich die Homberger Bürger mehr oder weniger zugeknöpft. Ein anderer Bürger äußerte, "na ja, er ist jung, was kann man denn groß verlangen von so einem Menschen?" Boah! Ich denke mal, das ist schon ein verdeckter Tiefschlag gegen die Intelligenz des Bürgermeisters. Ich hätte mich da gewählter ausgedrückt, der Bürgermeister zeigt doch für seine Arbeit Verständnis, bemüht sich den Anforderungen gerecht zu werden und weiß sich gut zu verkaufen. Wer möchte solch liebliche Floskeln nicht gerne in seinem Arbeitszeugnis stehen haben?
Den Regierungsstil des Bürgermeisters als, na ja, sagen wir mal umstritten zu bezeichnen, wie der HR das in seiner Sendung ausdrückte, ist da schon treffender. Ein anderer Bürger, den das HR-Team befragte, findet es gar nicht in Ordnung, daß der Bürgermeister ein bisschen nach Gutsherrenart regiert. Er meint, man würde in einer Demokratie leben und nicht mehr im Mittelalter oder in einer Diktatur. Recht hat er, der mutige Bürger. In Homberg Recht zu bekommen ist wahrlich nicht einfach, Kritik wird nicht gerne gesehen. Da muss sich ein Homberger Bürger auch schon mal aus dem pizzabackenden familären Umfeld des Bürgermeisters anhören, "warum er eigentlich nach Homberg gekommen sei und nicht wegziehen würde, auf solche Leute kann man in Homberg verzichten."
Homberg ist, trotz Kreisstadt, ein finsteres Dorf, da kennt fast jeder jeden. Man kann schon gut verstehen, warum sich die Homberger Bürger mit ihren Äusserungen so bedeckt halten und trotzdem mehr aussagen als gewollt, denn keine Antwort ist auch eine Antwort. Deshalb hatten auch die getreuen Vasallen des Bürgermeisters aus der CDU-Parteifraktion keinen Schneid vor die Kamera zu treten, ebensowenig wie der Bürgermeister selbst, der Termine vorschob um nicht vor die Kamera treten zu müssen. Ich denke mal, den Stadtrat K. hatte man vorsorglich weggesperrt, nach den geistreichen Worten seinerzeit auf der Ausschusssitzung im Rathaussaal.
gabelius - 24. Jan, 22:14


















